Rekultivierung und Naturschutz bei der Rohstoffgewinnung

Wie Flächen nach dem Kies- und Sandabbau entwickelt und genutzt werden.

Die Gewinnung mineralischer Rohstoffe ist mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Beim Abbau von Kies, Sand und Hartgestein verändern sich Böden, Gewässer, Vegetation und die Nutzung bestehender Flächen. Deshalb ist die Planung der späteren Flächennutzung ein wichtiger Bestandteil unserer Rohstoffgewinnung. Bereits vor Beginn des Abbaus werden im Rahmen der jeweiligen Genehmigungsverfahren Maßnahmen zur Rekultivierung, zur Entwicklung von Lebensräumen und zur Folgenutzung festgelegt. Je nach Standort können daraus Gewässer, landwirtschaftliche Flächen, Gehölzbereiche, naturnahe Lebensräume oder Freizeit- und Erholungsflächen entstehen.

Rohstoffgewinnung und ihre Auswirkungen auf die Landschaft

Kies, Sand und Hartgestein werden für zahlreiche Bau- und Infrastrukturmaßnahmen benötigt. Ihre Gewinnung verändert jedoch die bestehenden Standortbedingungen. Bei der Planung unserer Gewinnungsstätten berücksichtigen wir die geltenden Anforderungen an Natur- und Landschaftsschutz sowie die vorgesehenen Maßnahmen zur Wiederherstellung oder Entwicklung der Flächen.

Eingriffe erfassen und Maßnahmen planen

Die Auswirkungen eines Rohstoffgewinnungsvorhabens werden im jeweiligen Genehmigungsverfahren untersucht und bewertet. Daraus ergeben sich standortbezogene Anforderungen an den Abbaubetrieb sowie an Ausgleichs-, Rekultivierungs- und Folgenutzungsmaßnahmen.

Zusammenarbeit mit Behörden und weiteren Beteiligten

Bei der Planung werden die zuständigen Behörden und weitere Beteiligte entsprechend den gesetzlichen Verfahren einbezogen.

Rekultivierung nach dem Kies- und Sandabbau

Die Rekultivierung umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung oder Entwicklung von Flächen nach der Rohstoffgewinnung. Welche Folgenutzung vorgesehen ist, hängt unter anderem von den Standortbedingungen, den genehmigten Planungen und den regionalen Anforderungen ab.

Gewässer und Uferbereiche

Bei der Nassgewinnung von Kies und Sand können dauerhaft wassergefüllte Abgrabungsflächen entstehen. Die Gestaltung von Uferzonen, Flachwasserbereichen und angrenzenden Flächen richtet sich nach den jeweiligen Rekultivierungsplänen.

Gehölzflächen, Offenland und weitere Lebensräume

Je nach Standort können unterschiedliche Lebensraumstrukturen entwickelt werden. Dazu zählen beispielsweise Gehölzbereiche, Offenlandflächen oder geeignete Bereiche für bestimmte Tier- und Pflanzenarten.

Landwirtschaftliche Folgenutzung

Wo die Voraussetzungen gegeben sind und entsprechende Planungen bestehen, können Flächen nach dem Abbau wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.

Renaturierung und Entwicklung von Gewässerlandschaften

Neben der Rohstoffgewinnung ist der Hülskens Firmenverband im Wasserbau tätig. In diesem Zusammenhang wurden auch Projekte zur Entwicklung von Gewässern und zur Verbesserung des Hochwasserschutzes umgesetzt. Die jeweiligen Maßnahmen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer technischen Ziele, ökologischen Anforderungen und späteren Nutzung.

Hülskens | Rekultivierung, Naturschutz, Nachnutzung

Beispiele für Rekultivierung und Flächennachnutzung

Auesee in Wesel

Der Auesee ist ein Beispiel für die Entwicklung eines Gewässers nach der Kiesgewinnung. Heute wird das Gebiet unter anderem für Freizeit- und Erholungsaktivitäten genutzt.

Sechs-Seen-Platte in Duisburg

Teile der Duisburger Sechs-Seen-Platte sind aus ehemaligen Abgrabungsflächen entstanden. Die Gewässer und angrenzenden Landschaftsbereiche werden heute für unterschiedliche Freizeit- und Erholungszwecke genutzt.

Xantener Südsee

Die Xantener Südsee zeigt, wie sich aus einer ehemaligen Rohstoffgewinnungsfläche ein Gewässer mit touristischer und freizeitbezogener Nutzung entwickeln kann.

Lippe-Mündungsraum in Wesel

Am Lippe-Mündungsraum wurden wasserbauliche Maßnahmen umgesetzt, die unter anderem mit der Entwicklung des Gewässerraums und dem Hochwasserschutz verbunden sind.

Natur- und Landschaftspflege im Hülskens Firmenverband

Die Hülskens-Stiftung für Natur- und Landschaftspflege unterstützt seit 1988 ausgewählte Projekte in den Bereichen Natur- und Landschaftspflege. Zu den Aktivitäten gehören Kooperationen mit regionalen Partnern sowie Maßnahmen zur Unterstützung bestimmter Tier- und Pflanzenarten. Konkrete Projekte, ihre Zielsetzung und die beteiligten Partner stellen wir in gesonderten Beiträgen vor.

Ergebnisse und Maßnahmen nachvollziehbar darstellen

Die Auswirkungen von Rekultivierungs- und Naturschutzmaßnahmen sind abhängig vom jeweiligen Standort und von der Entwicklung der Flächen über einen längeren Zeitraum. Soweit Untersuchungen, Monitoringberichte oder Projektdokumentationen vorliegen, können diese zusätzliche Informationen über die Entwicklung der Flächen und Lebensräume liefern.